Und spitze sind die Spitzle, wenn sie genau richtig in Länge und Breite sind. Bloß nicht zu dünn, sondern mit weichem Bauch, dafür knusprig an den Enden. Spitze ist es außerdem, wenn die Menge an Mohn oder Kümmelkörnern und Salz obendrauf wohldosiert ist: überall etwas, doch immer locker verteilt.
Unsere Spitzle sind ein Sinnbild unserer Handarbeit, denn sie spiegeln gewissermaßen die Handschrift der Bäckerin oder des Bäckers wider. Je nach dem, wer sie geformt hat, sind sie schlanker, kürzer oder spitzer. Je nach dem, wer sie in den Ofen geschoben hat, sind sie dichter und dünner mit Gewürz bestreut.
Bei all der Varianz braucht es natürlich trotzdem eine Einheitlichkeit, denn Spitzle muss Spitzle bleiben. Und das klappt auch ohne genaue Zentimeterangaben oder sonst was, denn jeder und jede weiß, wie ein spitzen Spitzle aussehen soll. Das, was dann noch an handwerklich-individuellem Schliff übrig bleibt, macht das gewürzte Weizengebäck zu einem besonders charmanten Hörnchen.